Karfreitagszauber - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Karfreitagszauber

Enigma, Teil 2 > 13. Träume, Teil 2


Karfreitagszauber

21.3.2013. Karfreitag ist erst nächste Woche, aber der Zauber weht zu jeder Jahreszeit durch die großen Musiktheater, weil er das Zentrum des dritten Aktes von Richard Wagners letztem Werk ist: Parsifal.

"Das ist Karfreitagszauber, Herr."
"Mittag ! Sie Stunde ist nahe, gestatte Herr, dass Dein Knecht dich geleitet."
"Wer - ist der Gral?"
"Ich schreite kaum, doch wähn ich mich schon weit."
"Du siehst, mein Sohn, zum Raum wird hier die Zeit."

Geheimnisvolle Worte. Und ein Mysterium bleiben sie auch, wenn man den Sinn entschlüsseln kann.

"Karfreitagszauber." Eigentlich eine seltsame Wortkombination. Denn am Karfreitag stirbt der gemarterte Christus am Kreuz.
Doch im "Parsifal" ist es der Augenblick der Wandlung. Beim christlichen Abendmahl, in der Eucharistie, verwandelt sich der geweihte Messwein symbolisch in das Blut des Gekreuzigten. Und jeder weiß, dass zwei Tage später, am Ostersonntag, seine Auferstehung gefeiert wird.
Das ist vergleichbar der buddhistischen Rückkehr aus dem Nirwana in das Samsara, den ewigen Kreislauf der Lebens.
Und in Wagners gewaltigem "Weltabschiedswerk" ist der von einer wunderseligen Melodie begleitete Karfreitagszauber das Signal für die Ernennung des neuen Gralskönigs Parsifal.

Diese Thematik wurde schon öfter in dieser Artikelserie behandelt, und man kann die einzelnen Beiträge leicht finden, wenn man links oben in der Suchfunktion die passenden Stichwörter eingibt.

Der musikalische Karfreitagszauber ist also der Übergang von einem Erkenntnizustand zum nächsten, und hier geht es um den höchsten und letzten Aufstieg: Die Erleuchtung. Das ist die mystische Vereinigung mit dem Numinosen, den sichtbaren Zeichen Gottes auf der Welt. Die Unio Mystica.

"Mittag ! Sie Stunde ist nahe, gestatte Herr, dass Dein Knecht dich geleitet."

Diese Worte spricht der alte Gralsritter Gurnemanz nach der feierlichen Krönung  Parsifals  zum Gralskönig
Die Mittagszeit um 12.00 Uhr ist der höchste Punkt des Sonnenstandes und damit auch des hellsten Lichts im Süden.
Blickt man vom Vorplatz des Bayreuther Festspielhaus zur fernen Altstadt, schaut man durch die offene Straßenmitte einer alten Allee bis zur evangelischen Stadtkirche, die bei klarem Wetter gut zu sehen ist.

Diese Sichtachse, die Verbindung zwischen Musiktempel und der zentralen Kirche im protestantisch geprägtem Frankenland, ist sicherlich kein Zufall.
Wichtige Förderer des Komponisten waren die Freimaurer, deren Museum und Logengebäude nur zweihundert Meter westlich von Wagners Wohngebäude steht, Haus Wahnfried.
Über die Freimaurer kann sich jeder selbst in der Wikipedia informieren. Oder wenn er das Stichwort auf dieser Seite links oben in die Suchfunktion eingibt.
Die Mittagszeit und der Süden spielen eine wichtige Rolle in der Freimaurer-Symbolik. Wagner wollte dieser Vereinigung in Bayreuth beitreten, war aber dort als Mitglied unerwünscht, wegen seines Lebenswandels (Heirat mit der geschiedenen Cosima von Bülow) und wegen seiner kritischen, herabsetzenden Juden-Schriften.

Andererseits taten die Freimaurer alles zu seiner künstlerischen Unterstützung, auch weil er in seinen Spätwerken eine versteckte, aber deutliche Freimaurer-Symbolik verwendete.
Sie sorgten dafür dass er die Grundstücke für sein Wohnhaus Wahnfried und für den Festspielhügel bekam.
Und deshalb thront der rote Musiktempel hoch über der Stadt. Man sieht ihn sofort, wenn man den Zug verlässt und kann in einer halben Stunde zu Fuß dort sein.

"Wer - ist der Gral?"

Der Gral ist ein heiliger Kelch, mit der gleichen Bedeutung wie der Kelch beim christlichen Abendmahl.

Dann müsste es eigentlich heißen: "Was ist der Gral?"
Doch Wagner, der seinen Text selbst geschrieben hat, meinte die Trinität: Vater, Sohn und Heiliger Gast. Also das Universum mit seinem göttlichen Baumeister aller Welten, seine menschliche Gestalt als Christus und den Geist, die seelische Energie.
Diese Energie zeigt sich auch in den wechselnden Abschnitten des menschlichen Lebens, in dunklen und hellen Tagen und in der Fähigkeit zur Veredlung.
Das ist die Sublimierung. Einen Artikel zu diesem Stichwort findet man hier.

Die Verbindung von logischem Verstand und der freien Phantasie  führt zu Entdeckungen und neuen Ideen.

Sind jedoch beide Elemente angeschlagen oder beschädigt, wartet das Unheil. Selbst klar denkende Naturwissenschaftler können mit einer ungebändigten Phantasie Schaden anrichten.
Und wer zu viel auf die Phantasie vertraut, verliert leicht die Verbindung zur Realität. Vor allem, wenn Emotionen oder Erotik dabei im Spiel sind.
Dann kann es zu Rachefeldzügen kommen, ganz leicht zu handhaben im vermeintlich anonymen Internet, wo allerdings alle Spuren zurückverfolgt und rekonstruiert werden können.

Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig. Das Gebäude war der Palazzo Vendramin. Einen Artikel dazu findet man hier.

Das war vor zweihundert Jahren. In Bayreuth feiert man jetzt dieses Jubiläumsjahr.
Alles, was dazu zu sagen ist, findet man hier:

"Bayreuth - ein Trauerspiel, ein Hoffnungsschimmer"

http://btpersp.wordpress.com/

Im offiziellen Bayreuth habe ich mir mit diesem Blog keine Freunde gemacht. Fragen wurden nicht beantwortet. Mögliche Bekanntschaften wurden ohne Begründung abgebrochen.

Das Schlimmste war das Wagnerforum, eine für jeden offene Diskussionsrunde der örtlichen Lokalzeitung.

Dort wurde meine begründete, argumentative Kritik an schleichenden Fehlentwicklungen jahrelang massiv bekämpft, durch eine verbündete Clique, die zu den Methoden der Provokation, Beleidigung und massiver Rufmordkampagnen griff, um mich mundtot zu machen.
Diese Gruppe stand teilweise der jetzigen Festspielleiterin sehr nahe.

Ende November letzten Jahres eskalierten die Machenschaften.

Näheres dazu findet man hier. Es begann Ende November, nach einem Bayreuthbesuch am 6.11.12:

"Unerwünschte Begleiter"


Die Ursache dafür findet man hier:

"Ein spannender Film"

http://btpersp.wordpress.com/2012/12/09/ein-spannender-film/


Ich habe gestern die für das entfesselte Wagnerforum verantwortliche Zeitungsredaktion eindringlich aufgefordert, endlich eine mäßigende Moderation einzusetzen.

Weitere strafrechtliche und zivilrechtliche Schritte behalte ich mir vor.

"Ich schreite kaum, doch wähn ich mich schon weit."
"Du siehst, mein Sohn, zum Raum wird hier die Zeit."

Albert Einstein wurde am 14.3.1879 geboren, vier Jahre vor Wagners Geburt. Aber die beiden zitierten Sätze sind eine Vorahnung der Relativitätstheorie.

In der Physik bedeutet das zum Beispiel: Das Licht ist keine unveränderliche Konstante, sondern verändert sich unter dem Einfluss von Masse und Zeit.
Farben entstehen und verändern sich durch den unterschiedlichen Winkelgrad, mit dem das Licht durch das Medium eines Prismas fällt.

Im Parsifal ist die Dimension des Mysteriums gemeint. Jemand wandelt durch eine Welt aus Phantasie, Träumen und Visionen, gelangt dabei blitzschnell an ferne Orte, obwohl er sich kaum bewegt.

"Zum Raum wird hier die Zeit." Das ist eine der zentralen Erkenntnisse des später lebenden Einsteins. Die Verknüpfung von Raum und Zeit, ihrer Gesetze und Regeln, hatten Folgen, ohne die das heutige Internet, das Laserlicht und viele andere Erfindungen nicht möglich gewesen wären.

Der Karfreitagszauber, in Wolfgang Wagners Inszenierung von 1975:
               

http://www.youtube.com/watch?v=DwdYZWFrBBM


Hier geht es weiter:

"Das Recht"

 
 
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