Hitze - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Hitze

In der Tiefe > Das innenleben der Dinge > Die Harmonie der Welt


Hitze

26.7.2013. Die Hitze der letzten Tage wirkt auch auf die Temperamente, die Psyche und die Phantasie.
Dazu kommen die aktuellen Ereignisse in der politischen Tagespresse und ihre heftigen Wellenbewegungen, die noch lange nachwirken werden.

Ein Wechsel der Paradigmen, der weltweit viele Systeme verändern wird.

Da ist es gut, dass im privaten Bereich ganz andere Kategorien gelten. Gestern Mittag in einem Kaufhaus die Auswahl von Sportklamotten, wo man die meiste Zeit in der Nähe von Umkleidekabinen verbringt, um zu fragen, "Ist das Gammelfleisch immer noch nicht fertig?)
Das Gammelfleisch war eine Person im Alter von 59 Jahren, die ich seit 25 Jahren kenne. Und nach der Modenschau saßen wir an den Außentischen des Bistros vom Mathäser-Kinozentrums, haben über ernste und weniger ernste Dinge geredet, über unerwünschte Einflüsse von außen, Vertrauensbrüche und die Rolle von kleinen Rädern im großen Machtgetriebe.

"Wie zu hemmen ein rollendes Rad?" Das fragt Wotan im zweiten Akt von Wagners "Walküre", als er erkennt, dass all seine Pläne auf Lügen und Verrat beruhen.
Das Schicksalsrad kann keiner anhalten, und wer die universalen Gesetze bricht, wird bestraft, weil auch ein irdischer Gott vergänglich ist.

Nun ja, an Zauberfäden ziehen auch andere.

Gestern Nachmittag ein anderes Treffen, mit ganz anderen Themen. Ein luftiger Balkon, mit Blick bis zur Zugspitze. Klärende Worte, die kein Ende finden, weil hinter jeder Tür sich neue Türen öffnen.
Und doch ein Lächeln, das die Hitze dämpft.
Und etwas Anderes, das sich noch nicht deutlich zeigt.

"Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.
Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.
Aber dann auf einmal,
da spürt man nichts als sie:
Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen.
In den Gesichtern rieselt sie, im Spiegel da rieselt sie,
in meinen Schläfen fließt sie.
Und zwischen mir und dir da fließt sie wieder.
Lautlos, wie eine Sanduhr.
Manchmal hör ich sie fließen unaufhaltsam.
Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht,
und laß die Uhren alle stehen.
Allein man muß sich auch vor ihr nicht fürchten.
Auch sie ist ein Geschöpf des Vaters,
der uns alle geschaffen hat.

Elisabeth Schwarzkopf singt den Uhren-Monolog:


https://www.youtube.com/watch?v=dozWZdyOY6s

"Stimmengewirr"

 
 
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