Farbpaletten - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Farbpaletten

Enigma, Teil 2 > 12. Jahrmarkt


Farbpaletten

11.3.2013. Wenn man die Ozean- und Himmelsfarbe Blau mischt mit der Sonnenfarbe Gelb, bekommt man Grün, die Farbe des Frühlings und der wachsenden Pflanzen.
Mischt man Gelb mit der Feuerfarbe Rot, entsteht Braun, das Zeichen des welkenden Herbstlaubs und der reifen Ernte.
Der weiße Winterschnee ist die Metapher für Reinheit, Stille und den Übergang zum nächsten Frühling, zur Rückkehr aus dem buddhistischen Nirwana in den ewigen Kreislauf des Lebens, Samsara.

Die Mischung der Farbpaletten entsprich den Farben der Natur und der Jahreszeiten. Grün hat auch auf Stoffen eine beruhigende Wirkung. Braun ist der Übergang zu dunkleren Tagen und löst eher melancholische Gedanken aus, aber in helleren Farbtönen wirkt es gemütlich wie in Wohnzimmern oder Bibliotheken. Dunkelbraun passt zur Konzentration auf wichtige Themen, die keine Ablenkung vertragen.

Das Wahrnehmungsvermögen jedes einzelnen Menschen ist unterschiedlich. Dumme Menschen lieben schreiende Farben, um aufzufallen und sich wichtig zu machen.
Kopfarbeiter bevorzugen gedämpftere Töne. Und Theaterregisseure erkannt man oft an ihrer schwarzen Kleidung, mit der sie suggerieren wollen, dass ihre Fähigkeiten im Innenleben der Dramen oder Opern unterwegs sind.
Leider gibt es auf diesem Gebiet viele Blender und Täuscher. Deshalb kann man die Kleidungsfarbe nur in Verbindung mit anderen Merkmalen richtig einordnen.

Genauso wie das Licht ist das Wahrnehmungsvermögen relativ und abhängig von der Zeit. Im Lauf des Lebens verändern die wechselnden Erfahrungen auch das Urteil über Situationen und die darin auftauchenden Menschen.
Manager sind grundsätzlich in Eile und unter Termindruck. Auch beim Aktenstudium im Flugzeug nehmen sie die Natur nur flüchtig wahr.
Nachdenkliche, ausgeglichene Menschen können in Krisenzeiten sublimieren, also durch Konzentration auf gedankliche Vorgänge und Abläufe verarbeiten.
Weiteres zum Thema "Sublimierung" findet man hier.

Bei der Einschätzung eines Menschen ist deshalb äußerste Vorsicht geboten. Wer von einem negativen Umfeld beeinflusst wird, kann depressiv werden, ohne dass er dazu beigetragen hat und in einer anderen Umgebung sogar völlig ausgeglichen wäre.

Im Dritten Reich wüteten nicht nur die vielen dummen Existenzen und die zahlreichen Mitläufer, sondern auch Ärzte und Juristen. Wenn die fliegenden Standgerichte im Krieg auftauchten, um Deserteure und angebliche Verräter zu bestrafem, war das Todesurteil schon gesprochen, ohne dass man die Beschuldigten überhaupt gesehen oder angehört hätte. Denn Hitler verkündete folgendes Prinzip: Im Krieg kann es geschehen, dass Soldaten sterben. Aber für jeden Verräter ist es ganz gewiss, dass er sterben muss.

Auch die DDR hatte keine Scham, mit Hilfe ihres Überwachunssystems angebliche Regimegegner und Freidenker zu bespitzeln, auszuspionieren oder sie in der Psychiatrie unterzubringen.

Immer wieder tauchen in den Schlagzeilen der Presse Einzelfälle auf, bei denen mit Hilfe von bestechlichen Psychologen und Juristen unbequeme Mitmenschen drangsaliert werden, nur weil sie eine eigene Meinung vertreten, die anderen nicht passt, weil sie um ihre Gewinne oder Machtpositionen fürchten.

Nicht auszuschließen sind bezahlte Gutachten von finanzkräftigen Auftraggebern, Rufmordkampagnen mit gefälschten Fotos und manipulierten Videos.
Sicherlich gibt es auch Schnellrichter, die nur oberflächlich prüfen oder keine Ahnung von der Spezialmaterie haben, aber trotzdem "kurzen Prozess" machen, mit schlau formulierten Fehlurteilen.

Was fehlt, sind wirksame, unabhängige  Kontrollorgane für jeden einzelnen Fall und eine Überprüfung sämtlicher noch aktueller Fälle der Vergangenheit.

Da wird es noch einige Überraschungen geben. Und wieder hilft die wachsame Internetgemeinde dabei mit, dass auch die Geschwindigkeit  solcher Aufklärung sich noch weiter erhöht.

"Nebelschwaden"

 
 
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