Einträge, Seite 9 - Im Schatten der spiegelnden Seen

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Einträge, Seite 9

Episoden > Tagebuch


Tagebucheinträge

Seite 9

Das Theaterzelt
18.10.2012. Münchens architektonische Sehenswürdigkeiten drängen sich in der Altstadt. In den Außenbezirken sind teilweise ganze Stadtviertel als trostlose, gleichförmige Gebäudekonglomerate in die Breite gewuchert.
Verlässt man die U-Bahn im nördlichen Fröttmanning, schaut man von einem großzüg verglasten Fußgängerüberweg auf ein breites Panorama von ungemütlichen Bahngleisen. Am Horizont sieht man das Fußballstadion, das an einen umgekippten Autoreifen erinnert. Weiter östlich ragt der alte Schuttberg, auf dem sich ein einzelnes dürres Windrad dreht.

 

Noch weiter nach rechts blickt man auf ein großes Zirkuszelt. Es wurde hergerichtet als Ausweichquartier für das Deutsche Theater, das zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten genau so geschlossen ist wie das Gärtnerplatztheater, das hier bis zum Jahresende gastiert, mit einer Neuproduktion des "Weißen Rössl".
Hier ist ein Bericht von der Aufführung am 17.10.12:
                                                 
http://mind-panorama.de/website-tiefer-klang/operetten.html

Herbstbilder
20.10.2012.  Samstag. Der Herbst verglüht in Feuerfarben, wie eine weit offene Schatztruhe, bevor die Tage sich im Nebelfrost verdüstern. Vom wolkenlosen, tiefblauen Himmel sendet die gleißende Sonne Kraft in die Naturbilder. Das Laub ist wie mit flüssigem Gold übergossen. Silberspitzen glitzern auf der Eisbach-Welle. Die alten Brunnen sprühen noch helle Fontänen, doch bald kommt auch für sie der Winterschlaf.

Hier sind ein paar herbstliche Film-Impressionen vom Licht und den Farben dieses Tags. Wiener Platz. Valentin-Brunnen. Der Jahrmarkt "Auer Dult". Hofgarten. Odeonsplatz.

http://youtu.be/FEuLf6GWk9M  

28.10.2012. Sonntag. Morgens war die Stadt zum ersten Mal in diesem Herbst verschneit, so früh wie schon seit Jahren nicht mehr.
Auf dem Boden, der noch nicht gefroren war, lag die weiße Pracht nur kurz, ganz fein blitzend und sofort schmelzend. Aber auf den  Dächern und den Bäumen mit dem letzten Herbstlaub war auch am nächsten Tag noch alles weiß.
Hier ist ein Kurzfilm davon:


http://youtu.be/eqmlckyvUqs
 

31.10.2012. Mittwoch. 14.45 Uhr. Das alte Kino am Goetheplatz. Vor dem Eingang wird ein breiter roter Teppich ausgerollt. Das Bistro nebenan ist zu, wegen einer "Geschlossenen Gesellschaft." Eine Angestellte sagt, "Ab morgen sind wir wieder für Sie da."
"Kommt nachher James Bond vorbei?" "Ja."
Ab morgen läuft in den deutschen Kinos der neue James-Bond-Film mit Daniel Craig. Aber auf die prominenten Gäste zu warten, ist zu langweilig. Die Marketing-Maschine läuft heiß ohne irgendeine weitere Bedeutung.
Früher gab es bei neuen Filmen auch eine starke Vorfreude. Aber viele Produktionen der letzten Jahre waren dafür nicht geeignet.

Weiter zu Seite 10.
Zurück zu Seite 8.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü