Die stärkste Kraft - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Die stärkste Kraft

Enigma 1 - 10 > 1. Kapitel: Planet Alpha, Teil 1 > 9. Am Horizont


Die stärkste Kraft

4.2.2013. Da alles Lebendige aus Bewegung besteht, stellt sich die Frage, welche Kraft dahinter steckt.
Zunächst ist das in jedem Bereich völlig anders. Der Wind erzeugt Wellenbewegungen, die Luft sorgt für unterschiedliche Wetterlagen, in Verbindung mit der Temperatur und dem Luftdruck.
Es reicht also oft nicht eine einzige Kraft, sondern mehrere müssen sich zusammentun, um eine Wirkung zu erzielen.

Es ist nicht schwer, mit einfachen Grundkenntnissen noch viele Bereiche aufzuzählen, in denen andere Naturkräfte wirken.
Im Lauf  der Evolution versuchten die aufmerksamen Denker, diese Kräfte auch für das menschliche Leben zu nutzen und zu verstärken, zum Beispiel das Feuer bei der Zubereitung von Nahrung oder bei der Kriegsführung.

Dabei entwickelte sich die Lehre von der Eigenschaft der Stoffe, die heute Chemie heißt und die vor allem im Mittelalter unter dem Namen Alchemie versuchte, ihre Entdeckungen mit den Mitteln der Zauberei zu verstärken.
Vor vielen Jahren habe ich mir eine kleine Ansichtskarte gekauft. Sie zeigt das Bild eines Mönches, dem eine schwarze Kapuze tief ins Gesicht fällt. Es ist ein Schwarzer Magier, der die negative Elemente der Welt studiert und mit einem Federkiel in ein dickes Buch einträgt.
Über ihm schweben, in der Form eines alten Kirchenfensters, kreisförmig die zwölf astrologischen Sternzeichen, zum Beispiel Stier, Zwillinge, Löwe, Waage.
Jedes Symbol steht für typische Eigenschaften, wie die Kraft und Macht des Löwen oder die ausgleichende Gerechtigkeit der Waage.

Manche verdienen ihr Geld damit, mit Hilfe dieser alten Symbole den Menschen die Zukunft zu deuten. Geschieht das in allgemeiner Form, kann alles richtig und gleichzeitig falsch sein. Zum Beispiel: „Morgen wirst du Pech haben.“ Da jeder Tag lang ist, trifft das meistens sogar zu. Außer angenehmen Eindrücken gibt es auch das Gegenteil. Deshalb stimmen solche Voraussagen, auch über längere Zeiträume.

Etwas Anderes ist es mit der Symbolkraft. Sie hat nicht direkt etwas mit der Realität zu tun, sondern spiegelt universale Regeln. Zum Beispiel die Charaktereigenschaften, deren wesentliche Merkmale sich im Lauf eines Lebens nicht ändern.
Wer als stark gilt wie ein Löwe, hat auch im wirklichen Leben dominierende Eigenschaften, erkennbar in historischen Herrschernamen wie „Heinrich der Löwe“. Wer sich um Gerechtigkeit bemüht, erinnert an die Eigenschaften der Waage, die auch das Berufszeichen der Justiz ist.

Die stärkste Symbolkraft findet man in der Religion, weil sie Zeichen verwendet, die hindeuten auf den Anfang und das Ende der Welt, auf ewige, das heißt für alle Zeiten gültige Gesetze und die Regeln des menschlichen Zusammenlebens, die auf allen Kontinenten gelten, auch wenn sie nicht in allen Staaten beachtet werden.
Am Ende dunkler Epochen stehen dann Ereignisse wie die Nürnberger Prozesse, die von 1945 bis 1949 die Führungspersonen im Dritten Reich nicht nach deren eigenen verbrecherischen Gesetzen beurteilten, sondern nach den Maßstäben eines übergeordneten Völkerrechts, das nach Kants „Kategorischem Imperativ“ nicht nur für den Einzelnen gilt, sondern für alle.

Zurück zum eingangs erwähnten Bild. Die astrologischen Symbole, angeordnet in der Form eines Kirchenfensters, sehen nicht neutral aus, sondern haben verzerrte Fratzen. Dazu der unheimliche schwarze Mönch - auf den ersten Blick ist es ein negatives Bild.

Doch schaut man genauer hin, sieht man im kreisförmigen Mittelpunkt das Zeichen  der Rose, also das Bild der Liebe und gleichzeitig das Erkennungszeichen der Rosenkreuzer, die zwar für Außenstehende geheimnisvoll, aber nicht negativ sind.

Außerdem wird die Rose umschlossen von einem Pentagramm, einem fünfzackigen Stern. Wenn dessen Spitze nach unten zeigt, weist sie hin auf destruktive Kräfte.
Hier zeigt sie aber nach oben. Und das ist die Verbindung zum Kosmos, zum Universum.

Das vermeintlich düstere Bild sagt also Folgendes aus: Positive Kräfte sind auch dort vorhanden, wo zunächst nur Dunkles erkennbar ist. Und das kann genutzt und verwandelt werden, wenn man es erforscht.

Passend zu diesem Bild, wie bei einem Tryptichon, hat der Maler zwei andere Zeichnungen im gleichen Stil geschaffen, die man links und rechts aufhängen kann:
Links sieht man den Ozean, in dem alles Leben begann, drinnen sind große Fische, die ersten Meeresbewohner. Und darüber öffnet sich der Kosmos mit seinen Planeten.
Rechts wird diese Universalsymbolik aufgenommen, aber es dominiert ein ruhiger See, hinter dem sich eine blühende Landschaft befindet, die von hohen Bergen umrahmt wird, deren Spitze zum Himmel zeigen. Mittelpunkt ist ein auffliegendes, geflügeltes weißes Pferd, der Pegasus. Er gilt als Quelle aller Weisheit.

Alle drei Bilder ergeben, wie bei einem alten Kirchen-Altar, deutliche Hinweise auf mächtige, zeitlose Phänomene, die alle auf die Bewegung, den Fortschritt hinweisen.
Und jeder, der sich darauf konzentriert, ohne abgelenkt zu werden, wird durch die starken Zeichen angeregt zu eigenen Gedanken und Ideen.
Wenn er nicht in Maßstäben lebt, die modisch, oberflächlich und vergänglich sind.

Aber die Symbole, auch die Weltreligionen mit ihren unterschiedlichsten Formen, sind nur wichtige Hilfsmittel für die stärkste Kraft:

Das ist die geistige Energie. Sie kann sich in die falsche Richtung entwickeln und großen Schaden anrichten, auch im politischen, wirtschaftlichen und privaten Bereich.

Aber vor über hundert Jahren wurden auch hier Lösungsmöglichkeiten entwickelt.
Sigmund Freud nannte es „Sublimierung“. Jeder Mensch, dessen Entwicklungsmöglichkeiten gehemmt sind, durch eine falsche Umgebung, durch schlechte Lehrer oder durch traumatisierende Erlebnisse, kann seine Grenzen überwinden, wenn er sie selbst oder mit Hilfe eines erfahrenen Analytikers erkennt, die Ursachen für die Schwierigkeiten findet und dann - sublimiert, das Negative veredelt. Das heißt, die dunkle Energie in eine positive Kraft zu verwandeln.
Das gelang berühmten Künstlern mit den Mitteln der Malerei, Dichtkunst, Musik und anderen Quellen, die für jeden Einzelnen anders sind.
Aber das Prinzip ist immer die Überwindung und der Neubeginn.

Professor Freud lebte in Wien, wo auch Richard Wagner Triumphe feierte. Der Musikdramatiker schrieb zwar tief ernste Werke, hatte aber dabei seinen Humor nicht verloren.
Gern ging er ins Volkstheater, wo Johann Nestroy beliebte Parodien auf "Tannhäuser" und "Lohengrin" aufführte und hatte als Zuschauer keine Probleme damit, dass die Leute über seine grotesk verfremdeten Tragödien lachten.

Gegenüber von diesem Theater war lange ein altes Café, auf dessen Speisekarte der Text eines bekannten Wiener Lieds zu lesen war, das der ebenfalls am Volkstheater wirkende Ferdinand Raimund (1790 bis 1836) geschrieben hat:

"Da streiten sich die Leut' herum
oft um den Wert des Glücks;
der Eine heißt den Andern dumm,
am End' weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
dem Andern viel zu reich,
das Schicksal setzt den Hobel an
und hobelt alle gleich."

Auch die ganze Energie des Menschen macht ihn nicht unsterblich, und wer die Zeit sinnvoll nutzt statt sie mit Neid, Eifersüchteleien und anderen Energie-Bremsen zu vergeuden, hat das Beste daraus gemacht.

Eine der eindringlichsten Versionen von Raimunds Lied stammt nicht von Wiener Originalen wie dem augenzwinkernden Paul Hörbiger, sondern Marlene Dietrich hat, mit ihren Möglichkeiten, sogar ein Kunstlied daraus gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=hxN-YqguUR8


Die stärkste Kraft verfügt auch über

"Das dreifache Lächeln"

 
 
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