Die Insel der Seligen - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Die Insel der Seligen

Enigma, Teil 2 > 14. Die Tore des Paradieses


Die Insel der Seligen

26.3.2013. Die Insel der Seligen gibt es nicht. Sie ist ein Produkt der Phantasie, taucht aber immer wieder in den Meisterwerken der Weltliteratur auf.

Das Bild bedeutet eine tiefe Sehnsucht, ein Verlangen nach dem Unerreichbaren: Ständig glücklich zu sein, in einer Gemeinschaft von Heiligen und Gerechten.

Eine Wahnvorstellung? Meine Feinde werfen mir das gern vor, wenn ich versuche, komplizierte Sachverhalte mit einfachen Worten zu erklären und dabei auch freie Erfindungen einsetze, die Mittel der Phantasie, der Vermutungen (Hypothesen) und der weiteren Ausschmückung von Dingen, die in Wirklichkeit gar nicht existieren, aber einen tiefen Symbolgehalt haben.

Mit der Methode der Vermutungen haben Einstein und Freud ihre atemberaubenden Entdeckungen gemacht.
Sie studierten die traditionellen Wissenschaften der Physik und Medizin ganz genau. Einstein verdiente sein Geld in einem Züricher Patentamt, Freud an einem Wiener Krankenhaus.
Dort waren sie völlig unauffällig und unbeachtet, aber sie bemerkten winzige Auffälligkeiten, die nicht in das festgefügte, erstarrte Bild der überlieferten Wissenschaft passten.

Danach entdeckten sie, dass die Auffälligkeiten sich wiederholten und schlossen daraus, dass dahinter eine verborgene Gesetzmäßigkeit existierte.
Sie überprüften ihre Vermutungen immer wieder, und schließlich entstand aus den einzelnen Fragmenten ein großes Bild, dessen Einzelteile zueinander passten, wie ein Kirchenfenster, das aus vielen farbigen Glassteinen besteht.
Setzt man sie richtig zusammen, entsteht ein magisches Meisterwerk, das jeden Morgen von den Strahlen der Sonne zum Funkeln und Leuchten gebracht wird, wenn sie im Osten aufgeht.

Gestern liefen im Fernsehsender "ZDF Info" wieder atemberaubende Dokumentarfilme.
Einer handelte von den Schwarzen Löchern, deren Existenz mittlerweile nachgewiesen ist, die aber immer noch weitgehend unerforscht sind.
Sie haben eine derartig starke Gravitation, dass sie kein Licht durchlassen, und sie beeinflussen im Weltraum ihre ganze Umgebung.
Ein Wissenschaftler sagte gestern, dass sie sogar dafür sorgen, dass die Bahn der Planeten nach festen Gesetzen abläuft.

Das alles ist nicht ganz neu, wohl aber die Filmtechnik, die dabei eingesetzt wurde. Trickaufnahmen, die so klar und täuschend echt waren, dass der Zuschauer wähnte, er selbst befinde sich auf einem Flug durch das Universum.
Dazu eine mystische Musik mit galaktischen Klängen, und die ruhige Stimme des Schauspielers Frank Glaubrecht, die keine dramatischen Sensationen verkündete, sondern das bekannte Wissen erweiterte und vertiefte.

Die Filmtechnik ist mittlerweile in der Lage, ganz realistische Welten zu erschaffen, die in Wirklichkeit gar nicht existieren.
Werden Filmemacher von einer negativen Energie angetrieben, können sie damit einen riesigen Schaden anrichten, der zunächst gar nicht bemerkt wird, aber zur Kategorie der gefälschte Beweise gehört.
Bemerkt die Justiz solche Betrügereien, ist sie verpflichtet, sofort den Sachverhalt aufzuklären, weil sie sonst selbst der Straftatbestand der "Verfolgung Unschuldiger" erfüllt.

Auch hierzu wird der parlamentarische Untersuchungssausschuss zur Aufklärung der zehnjährigen NSU-Mordserie noch wichtige Erkenntnisse für die Öffentlichkeit bringen.
Die Spuren dafür sind bereits unübersehbar.
Und Bundespräsident Joachim Gauck kennt sich bestens mit den Akten der ehemaligen Stasi-Schnüffler aus.

Später an diesem Fernsehabend wurde es härter, sogar ganz hart.

"Goodbye DDR". Der amerikanische Tonfall deutete hin auf die Rolle, die bei politischen Veränderungen die Weltmacht USA ausführt.
"USA" - das liebte auch Winifred Wagner. Aber sie meinte damit "unseren seligen Adolf", ihren Freund, den größwahnsinnigen Verbrecher Adolf Hitler, der im Bann der Bayreuther Magie sich nie als Diktator aufführte und sich charmant, liebenswürdig benahm.

Mit Bayreuth beschäftigt sich ein separater Blog, den ich Ende Dezember wegen massiver Anfeindungen und Drohungen beendet habe:

"Bayreuth - ein Trauerspiel, ein Hoffnungsschimmer"

Wer immer noch nicht weiß, was ich meine, lese den Anfang dieser Artikelserie am 22. November 2011:

"Der Planet Alpha"


Gestern Abend im Fernsehen: "Goodbye DDR".

Die "Insel der Seligen" hieß damals Berlin-Wandlitz, und dort hockten, in einem abgeriegelten Luxus-Ghetto die Parteibonzen und Führer der Sozialistischen Einheitspartei (SED).

Im Schlepptau der stalinistischen Sowjetunion hatten sie die Träumereien von Karl Marx an sich gerissen, der eine Utopie entwarf von Menschen, die alle gleich sind.

Das kann nicht klappen, denn alle Individuen haben ein unterschiedliches Aussehen, eine eigene Bildung und persönliche Erfahrungen, die niemals mit einem Anderen übereinstimmt.
Dazu kommen völlig unterschiedliche Charaktere, deren wichtigste Merkmale sich aber niemals ändern. Betrüger und Rufmörder bleiben immer das, was sie sind, können sich aber schlau tarnen.

Die kriminellen Parteibosse der DDR verkündeten immer wieder, dass sie nur das "Wohl des Volkes", den "Sieg der ausgebeuteten Arbveiterklasse" im Visier hatten.

Aber es war nur ihr eigenes Wohl und vor allem ihre Macht, mit der Bevölkerung so umzuspringen, wie sie es für richtig hielten.

Gegen Freidenker, die Widerspruch wagten, wurde alle Methoden der Spionagetechnik eingesetzt, die sich längst immer weiter verfeinert haben:
Mikrokameras in Knopflöchern unauffälliger Jacken oder in Bohrlöchern, die Handwerker bei Renovierungsarbeiten in Privatwohnungen einsetzen.
Dazu bezahlte Nachbarn, die Audio-Dateien abspielen, die jeder mit der Videofunktion eines Mobiltelefons aufnehmen und über die Lautsprecher seines Privatcomputers abspielen kann:
Pistolenschüsse. Geschrei. Hubschraubermotoren. Das alles kann man von jedem Fernsehgerät aufnehmen und damit die Parteifeinde beschallen, gern auch um 2.00 Uhr in der Frühe.

Grenzenlos sind die Möglichkeiten der Feststellung eines Standortes über die vielen Funkzellen des Mobilfunknetzes.
Wenn eine Zielperson am Tisch eines Cafés oder Wirtshauses sitzt, friedlich Zeitung liest, dann tauchen am Nebentisch Unbekannte auf.
Sie fotografieren den ahnungslosen Zeitungleser, möglichst in einem unvorteilhaften oder angetrunkenen Zustand, fälschen und versenden die Bilder dann mit diffamierenden Kommentaren über das Mobilfunknetz.

VERA LENGSFELD. Ich verwende ungern solche schreienden Großbuchstaben, aber in diesem Fall kann man nur laut schreien.
Vera Lengsfeld wurde von ihrem eigenen Mann im Auftrag der DDR-Staatssicherheit ausspioniert, rund um die Uhr.
Er meldete alles privaten Begebenheiten weiter, und sie landete schließlich in einer grauen Gefängniszelle.

Gestern sprach Vera Lengsfeld im Rahmen der Dokumentarfilme. Sie ist eine völlig unscheinbare blonde Frau, aber sie hat einen glasklaren Verstand.
Mit ruhiger, unaufgeregter Stimme sprach sie über ihre Beobachtungen in der DDR.
Wahrheiten, die nicht zur diktatorischer Parteiführung passten und durch dessen Verrat ihr eigener Mann sie ins Gefängnis gebracht hatte, während er schamlos nachts neben ihr schlief.

Gezeigt wurden auch die Fluchtversuche aus dem brutalen Unrechtsstaat, mit Kleinflugzeugen, Heißluftballons, Lastwagen, Panzern und durch Tunnel, die unter der Berliner Mauer in Richtung Westen gebuddelt wurden.

Und der Star des Abends war Erich Mielke.
Ein Großverbrechen, der alle Mittel der damaligen Observationstechnik einsetzte und das "geliebte Volk" rund um die Uhr ausspionierte, drangsalierte oder in Gefängnisse beförderte.

Mielke am 13. November 1989 vor der DDR-Volkskammer:
"Ich habe einen außerordentlich hohen Kontakt mit allen werktätigen Menschen.
Ich liebe doch alle."


Damals wurde er von der Versammlung wütend ausgelacht, und die Szene ist als Fernsehaufzeichnung erhalten:

         

http://www.youtube.com/watch?v=1XBEqyu5Mck

Mielke starb am 21.5.2000. Das ist über ein Jahrzehnt her.

Viele seiner Mitarbeiter sind noch nicht gestorben. Und sie haben auch Nachwuchs.

"Großes Welttheater"


 
 
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