Der Präsident lacht und singt - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Der Präsident lacht und singt

Enigma 1 - 10 > 1. Kapitel: Planet Alpha, Teil 1 > 2a. Liberty and Darkness, Teil 2


Der Präsident lacht und singt

7.12.2012. Sigmund Freud beschrieb in seinem Jahrhundertwerk “Die Traumdeutung” den Mechanismus des Schlafs.
Ereignisse, die tagsüber für innere Bewegung oder Aufregung sorgen, werden nachts durch Träume verarbeitet. Wenn man die Bilder beim Wachwerden noch erinnern kann, lassen sie sich deuten.
Da ich in dieser Serie auch über die Möglichkeiten von automatisierten Dechiffriermaschinen schreibe, sind auch die Träume für solche Methoden geeignet.

Vorhin lag ich im Halbschlaf da und bin zwischendurch eingenickt. Und wieder gab es die Traumbilder mit den weißen Laserstrahlen, die symbolische Bilder an die Zimmerdecke zeichneten.
Zuerst war da wieder die leuchtende Brücke aus zwei parallelen Lichtstrahlen, die in Kenneth Branaghs Kinofilm “Thor” die Verbindung zwischen Erde und Universum darstellt.
Dann bildete sich links davon ein einzelnes, strahlenförmiges Licht, wie es auf Albrecht Dürers Stahlstich “Melancholie” die untergehende Abensonne umgibt.
Dieses Licht wurde jedoch nicht  schwächer wie am Ende eines Tags, sondern immer heller, bis es unangenehm wurde.
Jeder weiß, dass man tagsüber nur kurz in die Sonne schauen darf, weil ihre ungeheure Leuchtkaft sonst gesundheitliche Schäden auslöst.
Dann war ich in einem zweiten Zimmer. Links an der Wand erschien die Silhouette eines “Stiefels”. Das ist die Form eines Bierglases.
Gleichzeitig aber auch ein Symbolwort für das geographische Aussehen des Staates Italien. Nach einer Weil erschien neben dem Stiefel ein großes quadratisches Licht.
Eigentlich ist jedes Licht ein Bild für die Erkenntnis, und das Lichtquadrat war sehr groß.
Aber dieses Licht war viel zu hell und aufdringlich. Das bedeutet, dass es störte und die Aufmerksamkeit an sich riss. Also eher ein Zeichen für Machtmenschen und Personen, die gern im Licht der Öffentlichkeit baden.
Ich rief dann in diesem Traum, “Bitte abschalten”. Und das geschah tatsächlich, und nicht mit einem sanften Verglimmen, sondern mit einem raschen Schalterdruck.
Zum Thema Politikerauftritte gibt es hier ein Video:

http://www.youtube.com/watch?v=nFJEZQw7a2Y

Man sieht in dem YouTube-Film den langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, auf einer Veranstaltung seiner Partei “Popolo della Libertà” (PDL), “Volk der Freiheit”.

Der Titel täuscht, denn unter seiner Regierung bekam Italien immer mehr wirtschaftliche Probleme, und die Bevölkerung litt.
Auf dem Video hält Berlusconi zunächst eine Ansprache, bei der das Dauergrinsen auffällt. Jede übertriebene Mimik deutet darauf hin, dass sie etwas zeigen will, was gar nicht vorhanden ist.
Außerdem wird er von unten gefilmt, was den körperlich kleinen Mann perspektivisch größer macht als es seiner Bedeutung entspricht. Ein Zeichen des Marketing, der Werbung, die ein Ziel erreichen will und dabei Sprüche klopft, die man nicht ernst nehmen sollte, auch nicht die im Parteinamen versprochene Freiheit für das Volk.

Immer wieder hört man begeisterten Beifall und Applaus des eingeladenen Publikums, das sich für das kostenlose Abendessen auf diese Weise bedankt.
Und dann fängt er an zu singen.
Das Lied heißt “Café du Palais”, also Palastcafé. Der Titel hört sich schon übermäßig aufgedonnert an.
Außerdem gibt es in Palästen keine Cafés, sondern riesige Prunkräume. Der Titel biedert sich volkstümlich an, als ging es um ein einfaches Arbeitercafé, aber durch die Wortwahl zeigt sich die Phantasie eines reichen Villenbesitzers, der volkstümlich wirken will und ständig lacht. Auch hier ist das Übermaß der Freundlichkeit ein Zeichen für das Gegenteil.
Der Gesang ist nicht sehr angenehmr. Die Stimme trifft die Töne nicht, krächzt und bricht ab, außerdem ist der französische Sprachklang zu übertrieben.
Am erstaunlichsten ist das Publikum in exklusiver Abendgarderobe. Es müssten unter den Akademikern eigentlich auch kritische Köpfe sein.
Aber es handelt sich um Parteifreunde, die wissen, dass sie gefilmt werden. Deshalb ziehen sie eine pseudo-volkstümliche Show ab, in der eigentlich gar nichts echt ist.
Selbstdarsteller auf der politischen Bühne gibt es genug. Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Wortschwall leerer Phrasen gehört auch dazu.
Das sind Leute, hinter deren übermäßiger Freundlichkeit sich der reine Machthunger verbirgt, eine Form des Egoismus.
Die Folgen für die betroffenen Nationen: Eine Wirtschaftspolitik, die Erfolge verspricht, aber nicht einhält.

Die gegenwärtigen Rezepte zur Lösung der Euro-Krise taugen überhaupt nichts. Immer mehr Milliarden Euro werden in den Wirtschaftskreislauf gepumpt, erhöhen die staatliche Verschuldung und die Gefahr einer beschleunigten Inflation, die ganz Europa in den Abgrund reißt und eine Weltwirtschaftskrise am Horizont heraufziehen sieht, wie sie es angesichts der zunehmenden Verflechtung aller Nationen noch nie gegeben hat.
Länder wie Griechenland müssen eine Ruhepause bekommen, indem man ihr wirtschaftliches Überleben sichert, aber gleichzeitig jede zusätzliche Verschwendung und Verschuldung bremst.
Wie das im Einzelnen geht, überschreitet den Rahmen dieses Artikels. Mit den bisherigen fehlerhaften Methoden jedenfalls nicht.

Vittorio Emanuele war ein Anführer der italienischen Freiheitsbewegung, der am 17. März 1861 als König proklamiert wurde, als Herrscher über das jetzt zum ersten Mal vereinigte Nord- und Süditalien.

Diese Vereinigung führte zu großen Problemen, die bis heute nicht gelöst sind und die in manchen Details an die Probleme Deutschlands nach dem Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren erinnern:
Die wirtschaftliche  Vereinigung  zweier vorher eigenständigen Staaten, die im Westen reich, aber im Osten arm waren.

Dabei wurden sehr viele Fehler gemacht und riesige Geldsummen verschwendet.
Die Details hier auszubreiten, überfordert diesen Einzelkommentar. Trotz allem wünscht sich kein Deutscher die vorherige Trennung zurück, zwischen Bundesrepublik und DDR.
Der große Schritt zum Gesamtstaat Italien musste erst erkämpft werden. Und dazu diente der Name des späteren Königs.
Aus “Vittorio Emanuele Re di Italia” wurde die Abkürzung “Verdi”, und wenn jemand rief “Viva Verdi”, wussten die Eingeweihten, wer gemeint war.
Die anderen möglicherweise nicht, aber sie konnten sowieso nichts dagegen machen, weil Hochrufe auf den bekannten Komponisten nicht zu verbieten waren.

Dazu passt der populäre Freiheitschor aus Verdis “Nabucco”.
Hier kann man ihn anhören:

http://www.youtube.com/watch?v=XttF0vg0MGo

Weiter geht es hier:

"Anima pura"

 
 
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