Blau, Rot, Gelb - Im Schatten der spiegelnden Seen

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Blau, Rot, Gelb

Enigma, Teil 2 > 11. Dimensionen


Blau, Rot Gelb

24.2.2013. Natürliche Farben entstehen durch die Brechung des Lichts. Je nach dem Winkelgrad des Lichteinfalls verwandelt es sich in die Grundfarben Blau, Rot und Gelb oder deren Mischformen.

Blau ist die Farbe des Urelements Wasser, des Ozeans und des azurfarbenen Himmels.
Rot ist die Farbe der feurigen Energie und der Morgendämmerung im Osten.
Gelb bedeutet materielles Gold und Sonnenlicht. Also Dinge, die schon vor Jahrmillionen in unterschiedlichsten Formen verehrt wurden, auch als Gegenstand magischer Rituale, mit denen Verbindung aufgenommen werden sollte zu den unsichtbaren Göttern.

Die Zauberpriester hießen Magier, aber sie werden von den meisten heutigen Zeitgenossen nicht so recht ernst genommen. Wenn geldgierige Scharlatane sich solche Titel zulegen, stehen sie im gleichen Umfeld wie Betrüger oder Plagiatoren, die sich mit fremden Federn schmücken und mit gestohlenem geistigen Eigentum viel Geld verdienen oder Macht ausüben wollen.

Wie  bereits immer wieder erklärt, ist die wirkliche Magie sehr stark und beruht auf uralten Symbolen und Zeichen.

Auch in der Musik gibt es Magier, die oft nicht richtig verstanden werden und deshalb keine Kraft mehr entwickeln.

Wer sich dem Grab eines Magiers nähert, muss vorsichtig sein. Auch in der Nähe antiker Tempel gab es Bereiche, die als Vorstufe zum Heiligtum galten und deshalb bewacht wurden, damit keine Diebe oder Grabschänder sich näherten.

Wer am Grab eines Magiers einem anderen Menschen die Freundschaft anbietet, zum Beispiel die Anrede in der Du-Form und ihm dabei auch noch die Hand gibt, hat einen Eid geschworen.
Verhält er sich anschließend wie ein falscher Freund, hat er einen Meineid geleistet, in unmittelbarer Nähe eines heiligen Grabs.
Der Magier verzeiht das nicht. Misserfolge und Unglück folgen lautlos dem Unseligen, auch wenn sie sich Zeit lassen. Am Ende wird er erkannt, verachtet und aus der Gemeinschaft ausgestoßen.
Dann muss er dieses Schicksal auf sich nehmen oder dorthin pilgern, wo es jemanden gibt, der ihm verzeihen kann, aber es keineswegs tun muss.

So ähnlich war auch das Schicksal von Richard Wagners Tannhäuser, der nach Rom pilgert, dem Papst seine Sünden beichtet und vom Oberhaupt der Kirche daraufhin verflucht und verdammt wird.
Gnade erhielt er erst im Sterben und nur deshalb, weil ein Mensch sich für ihn einsetzte: Die spätere Heilige Elisabeth von Thüringen.
Sie hat tatsächlich gelebt und ist im Musikdrama vom Tannhäuser die weibliche Hauptfigur neben Venus, der erotischen Universalmacht und Vertreterin der fleischlichen Begierden.
Elisabeth jedoch ist eine Mystikerin, die nachdenkt über die Verbindung zum Göttlichen und dessen sichtbarer Zeichen auf der Erde.

Das sind zum Beispiel die Farben. Blau, die Himmelsfarbe, beruhigt. Rot ist eine Alarmfarbe, zum Beispiel bei Ampeln. Gelb, als Symbol der Sonne, ist auch die Farbe des Getreides, aus dem Brot gebacken wird.

Die Mischung der Farben verändert die Wirkung. Zu starke Farben stören, zu schwache bewirken gar nichts.

Die Mischung von Blau und Gelb ergibt Grün, die Farbe des beginnenden Frühlings und der aus dem Winterschlaf erwachenden Natur.
Die Farbe lindgrün gilt als beruhigend. Der Lindenblütentee hilft bei Erkältungen. Die Linde gehört zu den alten Zeichen, die auch in der Kunst immer wieder auftauchen. Zum Beispiel in Schuberts Winterreise, mit dem bekannten „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“.

Diesen Liederkreis zu erklären, könnte ein ganzes Buch füllen, aber hier auch vom Thema ablenken.

Mischt man Blau und Rot, ergibt sich Violett. Die Wirkung ist nicht unbedingt positiv, weil die Verbindung von Wasser und Feuer in direkter Form nicht möglich ist. Die grelle Farbe Magenta der Telekom wirkt eher abschreckend, und ein dunklerer Brombeerton ist nur deshalb gemäßigt, weil er starke Anteile des dämpfenden Schwarz hat.

Die Verbindung von Rot und Gelb ergibt Orange. Das ist auch der Farbton der buddhistischen Mönchsgewänder und drückt eine geistige Kraft aus.

Allerdings muss die Umgebung dazu passen, sonst wirkt die Farbe unangenehm. In einer hektischen, unruhigen Atmosphäre wirkt Orange völlig fehl am Platz, und dort muss man genauer hinschauen, um festzustellen, „wessen Geistes Kind“, also welche Mentalität dort herrscht.

Farbmischungen sind eine unendliche Geschichte. Oder auch die Bedeutung des Hermelins, eines weißen Marders, für die Mäntel der Könige oder die Tür zu ihren Schlafzimmern.

Der rote Wein spielt in der Eucharistie eine große Rolle, weil er beim Abendmahl vom Priester gesegnet wird und dann das Blut Christi am Kreuz bedeutet.

Der „Weinberg des Herrn“ und die dort arbeitenden Weinbauern sind ein alttestamentarisches Bild, das in der nächsten Folge erklärt wird.
Dazu kommen magische Landschaften, wie es sie zum Beispiel im norditalienischen „Piemont“ gibt, am „Fuß des Berges.“

Schuberts Lied vom "Lindenbaum" sang Peter Anders auch 1948, drei Jahre nach dem Ende des furchtbaren Hitlerkriegs. Ein Lied voller Traurigkeit und einer Melancholie, die auch Hoffnung bedeutet, so wie nach der Sintflut, der Dekade des Aquarius, vor vier Tagen das Zeitalter der Fische folgte - der Beginn einer neuen Welt:
                                     

http://www.youtube.com/watch?v=tTA1H6TYbTE


Piemont, Toskana

 
 
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